Gemeinde leben

Neu in unser GdG: Das "Lied des Monats"

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Jeden Monat wollen wir in den Gottesdiensten unserer GdG Blankenheim/Dahlem ein anderes neues Lied aus dem Gotteslob einüben aufdass unser "Liederschatz" an bekannten Lieder in den Gemeinden erweitert werden kann.

Auf dieser Seite finden Sie die jeweiligen "Monatslieder" inklusive eines beschreibenden Textes sowie einer Aufnahme mit Hilfe derer Sie das Monatslied auch bei sich zu Hause üben und singen können.

Viel Spass damit!

September: Dir sei, o Gott, für Speis und Trank - GL 779

Lommersdorf (c) Andrea Felden

Ab Ende September und bis zum ersten Oktoberwochenende begehen wir in der Kirche das Erntedankfest. Dank für die Ernte, für unsere Nahrung, für alles was wir zum Leben brauchen, und Vertrauen, dass Gott „auch künftig geben“ wird: Alle diese Gedanken kommen nicht nur im Erntedankfest, sondern auch in jedem Tischgebet zum Ausdruck. Eins dieser Tischgebete hat Klaus-Ewald Fischbach vertont. Es fällt vielen Menschen nicht leicht, ausgerechnet in unserer Zeit dankbar zu sein. Zu bedrückend erscheinen die vielen Krisen unserer Tage: Naturkatastrophen, Seuchen, Kriege, Hungersnöte in vielen Teilen der Welt, Inflation auch hier bei uns. Die Schlangen bei den Tafeln, wo Bedürftige sich für wenig Geld mit Lebensmitteln versorgen können, werden immer länger. Der Dank für das Gute bedeutet jedoch nicht, die Augen vor der Not zu verschließen. Und umgekehrt bedeutet Leiden an manchen Missständen nicht, dass ich nicht trotzdem auch dankbar sein kann. Beides schließt sich gegenseitig nicht aus. Sondern wenn diese beiden Waagschalen im Gleichgewicht sind, dann bin ich fähig zu handeln, um Not zu lindern, weil das Entsetzen mich nicht mehr lähmt. Weil ich dann die Hoffnung habe, dass es sich lohnt zu handeln, weil Gott es doch letztlich gut mit uns meint. 

Monat Juli: Das Jahr steht auf der Höhe - GL 465

Weg (c) Andrea Felden

Nicht lang ist es her, da hatten wir mit dem 21. Juni bereits den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres erreicht. Das Jahr steht auf der Höhe in voller Blüte, die Tage bescheren uns heißes Wetter und der Urlaub steht kurz bevor. Und doch werden die Nächte schon wieder kürzer, Abschied und Vergänglichkeit sind Thema unseres Juli-Monatsliedes. "Das Jahr lehrt Abschied nehmen schon jetzt zur halben Zeit" so heißt es in der 3. Strophe. Wie passt das zueinander: Sommer, Sonne, Ferienzeit und dann mittendrin der "vergehende" Mensch? Der Johannestag am 24. Juni offenbart uns die Botschaft: "ER muss wachsen, ich aber muss abnehmen" (Joh 3,30). Statt nach dem Vergänglichen zu streben, sollen wir lernen loszulassen. Der Liedtexter Detlev Block schreibt selbst: "Hier dachte ich an Gott als Erfüllung im Hier und Heute und zugleich als Erfüllung im Dann und Dort. Nur unter dieser Perspektive können wir das Loslassen hoffnungsvoll lernen." Daher endet das Lied auch mit der Bitte: "Gib, eh die Sonne schwindet, der äußere Mensch vergeht, dass jeder zu dir findet und durch dich aufersteht."

Christina Kothen

August: Der Herr wird dich mit seiner Güte segnen - GL 452

Andrea Felden, Baum mit Spruch, bei Kronenburg (c) Andrea Felden

Der Refrain des Liedes nimmt Bezug auf den aaronitischen Segen aus Num 6,24ff., der da lautet: „Der HERR segne dich und behüte dich. Der HERR lasse sein Angesicht über dich leuchten und sei dir gnädig. Der HERR wende sein Angesicht dir zu und schenke dir Frieden.“ Diesen Segen verwendete der Franziskanerpater Helmut Schlegel OFM als Ausgangspunkt zu einem längeren Liedtext. Das Lied verknüpft diesen Segen mit der Freude an der Schöpfung, wie sie auch im Sonnengesang des Franz von Assisi ausgedrückt ist. In der ersten Strophe heißt es: „Der Herr ist Gott, er schuf das Universum, er hauchte Leben ein in Meer und Land. Er schuf auch dich und gab dir einen Namen. Geschrieben stehen wir in Gottes Hand.“ Sowohl Geborgenheit als auch Weite sprechen aus diesen Zeilen. Geborgenheit im väterlich-mütterlichen Gott, aber auch Verbundenheit mit der weiten Welt, mit dem ganzen Universum. In diesem weiten Universum kann ich auch selbst etwas säen und so mitwirken an der Schöpfung (2. Strophe), kann liebevoll in Beziehung treten zu anderen Menschen (3. Strophe), muss ich manche Dunkelheiten durchleben (4. Strophe), werde schuldig (5. Strophe), und darf in Gemeinschaft mit anderen dankbar sein (6. Strophe). So bringt dieses Lied mein ganzes Leben mit allen Höhen und Tiefen vor Gott und stellt es unter Gottes Segen. Die Melodie von Thomas Gabriel bringt diesen Rhythmus des Lebens, die Höhen und Tiefen und das Gefühl von Vertrauen auch musikalisch zum Ausdruck.