Kirchenmusik

GdG Kantorin Christina Kothen (c) Nils Kothen

GdG Kantorin Christina Kothen

Organistin, Chorleiterin und GdG Kantorin

 

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Kontakt über die GdG Kantorin Christina Kothen oder über die Pfarrbüros.

Singt dem Herrn ein neues Lied!

(c) CC0 1.0 - Public Domain (von unsplash.com)
„Singen macht Spaß, Singen tut gut, ja Singen macht munter und Singen macht Mut!“,
 
so lautet die erste Zeile aus einem Kanon. Das Singen kann so viel: es stärkt das Immunsystem, führt zu einer gesunden Tiefenatmung, reguliert den Hormonaushalt und hilft dabei Gefühle zu verarbeiten. Und wie Wissenschaftler einst bestätigten, macht Singen nicht nur gesund, sondern auch noch klüger. Ein homöopathisches Wundermittel also, das viel zu wenig zum Einsatz kommt? Zunehmend erlebe ich, dass gerade bei den emotionalen Höhepunkten im Lebenskreis ausdrücklich auf das Singen verzichtet wird. Bei Trauungen, bei Taufen und bei Beerdigungen. „Wir singen nicht“, heißt es dann bereits im Vorgespräch. Oder gar: „Singen Sie etwas für uns, wir hören lieber zu.“
 
Was ist da wohl passiert?

 

Spätestens seit dem Entstehen von Castingshows im Fernsehen sind wir daran gewöhnt, uns mit unserem Singen zunächst vor eine Jury zu stellen. Zwei Kategorien zählen hier nur: Du kannst singen oder du kannst es nicht. Und wie es auch im Fernsehen nur wenige bis in die letzte Castingrunde schaffen, scheinen immer mehr Menschen in strenger Eigenregie für sich zu entscheiden: „Singen kann ich nicht!“ Vergessen wird dabei häufig der Unterschied zwischen dem zu erlernenden Kunstgesang und dem schlichten Singen, dass zunächst nichts anderes als ureigene Ausdrucksform des Menschen ist und bereits von Babys im ersten Lallen perfekt beherrscht wird.
 
„Singt dem Herrn ein neues Lied, greift voll in die Saiten und jubelt laut!“ (Ps. 33), „Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir: Herr, höre meine Stimme“ (Ps. 130) oder „Mit lauter Stimme schrei ich zum Herrn“ (Ps. 142).
 
Jubeln, Rufen, Schreien, das alles sind Emotionen, die nicht gerade leise oder durchdacht passieren, sie sind direktes Umsetzen von Emotion in Klang. Werden Sie daher wieder mutig und singen Sie in Ihrem Alltag. Beim Autofahren, beim Kochen, beim Spaziergang, unter der Dusche. Lieder aus dem Radio, Kinderlieder, Kirchenlieder oder einfach das, was Ihnen an Tönen gerade in den Sinn kommt. Zum einen werden Sie dann hoffentlich die wohltuende Wirkung des Singens erfahren können, zum anderen haben wir als Christen und Christinnen den schlichten Auftrag:
 
„Singt dem Herrn ein neues Lied! Sein Lob erschalle in der Gemeinde der Frommen.“ (Ps. 149)

GdG Kantorin Christina Kothen